Portrait Hauke Kock

BIOGRAFIE

Woher?
Geboren 1965 und gedeihlich aufgewachsen in Schleswig-Holstein (und zwar auf der besonders flachen Seite dieses ohnehin nicht sonderlich hügeligen Bundeslandes).
Wohne heute mit Frau und drei Kindern in der Nähe von Kiel (also auf der Hügelseite).

Gelernt?
Trotz mathematischer und manch anderer schulischer Unzulänglichkeiten das Abitur geschafft und danach einen Studienplatz für das Fach Kommunikationsdesign an der Muthesius-Kunsthochschule in Kiel ergattert. Diplom 1993.

Anregungen?
Meine Heimatgegend bot dem heranwachsenden Möchtegern-Künstler, der ich einst war, wenig künstlerischen Input. Ich nenne dies einmal meine van-Gogh-Phase; gleichwohl bot unsere Landschaft zu wenige spektakuläre Ansichten, als dass mir je ein wirklich zufriedenstellendes Werk gelingen wollte (ein Gemälde der Marschenlandschaft könnte aus einem waagerechten Strich bestehen; die untere Bildhälfte graugrün gefärbt, die obere graublau; was selbst mit meinen vermeintlich van-Gogh'schen Pinselschwüngen irgendwie trostlos aussah).
Wenig später ereilte mich die Horst-Janssen-Phase, die mich immerhin lehrte, dass auch herumliegende Kastanien oder windschief zerzauste Kopfweiden veritable Motive abgaben.

Letztendlich prägten mich in künstlerischer Hinsicht weniger die hehre Kunst als vielmehr

  • Was-ist-Was-Bücher; ich studierte die Illustrationen darin immer und immer wieder
  • Comics, wobei mir die realistisch gezeichneten stets lieber waren als die Funnys
  • und (ich muss es gestehen!) billige, schundige Gruselheftchen – wegen der schaurig hübsch gemalten Cover

Folgende Zeichner und Illustratoren hatten wohl einen nicht unerheblichen Einfluss auf meine künstlerischen Neigungen (vorsicht Namedropping!):
Angus McBride, Jean Giraud / Moebius, Hermann, Dave McKean, Frank Frazetta, Brom, François Bourgeon, Richard Schlecht, Rien Poortvliet, Jon Foster
… und viele weitere …

Angefangen?
Derart visuell geschult und durch das Designstudium in Form gebracht, bearbeitete ich bereits während der Studienzeit erste Illustrationsaufträge für namhafte deutsche Verlage und verfasste eigene Kindersachbücher. Es waren vor allem die typischen „Jungsthemen“, mit denen ich reüssierte – Dinosaurier, Ritter, Indianer. Das Sachbuch mit meiner Vorliebe für historische oder naturgeschichtliche Themen wurde und blieb eine meiner Lieblingsarbeiten.
Dazu gesellten sich Buchcoveraufträge, CD-Cover, Rätselblöcke, Lexika, Nachschlagewerke, Fantasy-Spiele, sogar Ausflüge zum Pixi-Buch und viele, viele Innenillustrationen für Kinderkrimis und -abenteuer.

Sonst?
Wenn ich gerade einmal keine Illustrationsaufträge bearbeite (und keinen Papierkram erledigen muss, Steuererklärungen abzugeben habe oder das Atelier aufräume und Papierstapel hin- und her trage, nach dem hiesigen Motto „dat gifft jümmers wat to don“), dann

  • laufe ich durch die Gegend, und zwar möglichst schneller, als es der gemütliche Begriff „Jogging“ umschreibt
  • versuche ich mich in verschiedenen leichtathletischen Disziplinen, was in meinem Alter (zugegeben) eine Torheit ist
  • lese viel und schaue mir immer noch allerhand Comics, Kunst- und Illustrationsbände an
  • ziehe mit der Kamera umher, um der Unmenge von Fotos weitere hinzuzufügen

Wohin?
Wer weiß, was die Zukunft bringt? Folgendes würde ich gerne vermehrt machen:

  • mehr Schreiben. Und zwar nicht nur Sachbücher, sondern auch fiktionale Texte. Exposés sind entwickelt, Manuskripte wachsen an, mal sehen …
  • mehr Fantasy malen. Drachen, Helden, Vampire, Monstren sind ein großer Zeichenspaß, von dem ich kaum genug bekommen kann, weil so viel möglich ist …
  • mehr Museums-Illustration. Gerne Rekonstruktionen geschichtlicher Szenen und Bauten für Ausstellungen oder Museums-Pädagogik …

Hauke Kock bei IO und filu
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